DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Juni 2018

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DB vom 22.06.2018, Heft 25, Seite 1513 - 1519, DB1271813
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Family Investors: Eine neue Klasse von Investoren

Prof. Dr. Stephan Eilers, LL.M. (Tax) / Dr. Heiko Jander-McAlister

Prof. Dr. Stephan Eilers, LL.M. (Tax), ist Partner der Rechtsanwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer LLP und Honorarprofessor an der Universität Köln. Dr. Heiko Jander-McAlister ist Principal Associate der Rechtsanwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer LLP.

Family Offices betreuen i.d.R. die Angelegenheiten einer Familie, insbesondere verwalten sie deren Vermögen. Diesbezüglich arbeiten sie Investitionsstrategien aus, steuern M&A-Transaktionen und managen Beteiligungen. Im Folgenden werden wesentliche Charakteristika, Ziele und Vorgehensweisen von Family Offices als Investoren („Family Investors“) im Vergleich zu Private-Equity-Investoren und Industrieunternehmen aufgezeigt. Zudem wird das vielfältige (internationale) Regulierungsumfeld untersucht, in dem Family Investors operieren und u.a. kapitalmarkt-, steuer-, kartell- oder umweltrechtliche Anforderungen sowie zahlreiche Haftungsrisiken zu beachten haben. Die wichtigsten Punkte werden nachstehend zusammengefasst.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Zahlreiche Unternehmensbeteiligungen durch Family Investors
  • III. Family Investors sind eine neue Klasse von Investoren zwischen Private Equity-Investoren und Industrie-Strategen
    • 1. Ähnlichkeiten zu Private Equity-Investoren
    • 2. Ähnlichkeiten zu Industrie-Strategen
  • IV. Besonderheiten von Family Investments
    • 1. Strukturierung von Family Investments
    • 2. Erwerbsprozess
    • 3. Unternehmerischer Einfluss und Verhältnis zum Management des Zielunternehmens
    • 4. Finanzierung
    • 5. Exit
  • V. Zusammenfassung

I.Einleitung

Family Offices – hier verstanden als Vermögensverwalter einzelner Familien („Single Family Offices“) – haben sich in den letzten Jahren zu global agierenden Finanzinvestoren entwickelt. Diese „Family Investors“ investieren so opportunistisch wie Private Equity-Häuser, verbunden jedoch mit der langfristigen Perspektive von Industrie-Strategen. Hinzu kommen besondere Anforderungen etwa hinsichtlich Steuern, Vertraulichkeit und Haftungsabschirmung der Familienmitglieder, gerade auch bei Investitionen im Ausland. Diese Charakteristika prägen M&A-Transaktionen mit Family Offices (Prozess, Struktur, Finanzierung und ggf. Exit), die Rolle von Family Investors als Gesellschafter und auch die Art, wie Family Investors das Management ihrer Portfoliounternehmen incentivieren.

II.Zahlreiche Unternehmensbeteiligungen durch Family Investors

Die Liste großer, internationaler Unternehmenskäufe und Fusionen, an denen Family Offices – hier verstanden als Vermögensverwalter einzelner Familien („Single

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