Der Aufsichtsrat
Stand: Januar 2019

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AR vom 15.01.2019, Heft 01, Seite 11, AR1291490
Der Aufsichtsrat > Interview

Ziel der Kodexreform: relevanter und kompakter

Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher

Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher ist seit März 2017 Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, der er seit Juni 2016 angehört. Der studierte Betriebswirt war 32 Jahre bei KPMG tätig und ist Mitglied des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Continental AG (seit 2014), der Covestro AG (seit 2015) und der ProSiebenSat.1 Media SE (seit 2015).

Die Regierungskommission hat vor Kurzem ihre Vorschläge zu einer grundlegenden Überarbeitung des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgelegt. Im Gespräch mit Prof. Dr. Roderich C. Thümmel erläutert der Kommissionsvorsitzende Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher die Ziele der Kodexreform.

Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat eine weitere Überarbeitung des Kodex vorgeschlagen und einen Entwurf hierfür vorgelegt. Was waren die Gründe für die geplante weitreichende Reform des Regelwerks?

Nicht zuletzt eine Reihe von Hauptversammlungsvoten zu den jeweiligen Vorschlägen zur Vorstandsvergütung hat in den letzten Jahren gezeigt, dass sich die Unternehmen vermehrt nicht nur mit dem Kodex, sondern auch mit Abstimmungsleitlinien von Investoren auseinandersetzen müssen. Unterstützt von Stimmrechtsberatern haben Investoren teils sehr dezidierte Vorstellungen über Corporate Governance entwickelt. Diese Entwicklung ist aufwendig für die Unternehmen und für die Investoren. Daher hat die Regierungskommission den Kodex so reformiert, dass er für die Unternehmen wie für die Investoren an Relevanz gewinnt.

Worin sehen Sie heute die Bedeutung des DCGK für die Unternehmenspraxis? Welchen Einfluss hat der Kodex aus Ihrer Sicht

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