Der Aufsichtsrat
Stand: Januar 2019

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AR vom 15.01.2019, Heft 01, Seite 2 - 4, AR1290603
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Das CSR-RUG: Was der Aufsichtsrat wissen sollte

Erfahrungen aus der Umsetzung des CSR-RUG im Erstanwendungsjahr

Nicole Richter / Daniela Mattheus

Nicole Richter, Partnerin EY, Climate Change and Sustainability Services Leader GSA, München; Daniela Mattheus, Partnerin EY, EMEIA Corporate Governance Board Services Leader, Berlin.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten vom 18.04.2017 müssen betroffene Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2017 umfangreicher als bisher über nichtfinanzielle Sachverhalte berichten. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat nach der ersten Berichtssaison mehr als 100 nichtfinanzielle Erklärungen analysiert und daraus zentrale Ergebnisse abgeleitet.

Artikel-Inhalt

  • I. Umsetzung der Berichtsanforderungen im Erstanwendungsjahr
    • 1. Gesetzliche Vorgaben zur nichtfinanziellen Erklärung
    • 2. Veröffentlichungsoptionen
    • 3. Erfahrungen aus der ersten Berichtsperiode
  • II. Weiterentwicklung der nichtfinanziellen Berichterstattung
    • 1. Herausforderungen der nächsten Berichtsperiode
    • 2. Aktuelle Trends
  • III. Prüfung durch den Aufsichtsrat
    • 1. Prüfungspflicht des Aufsichtsrats
    • 2. Sparringspartner Abschlussprüfer?
    • 3. Die Rolle des Prüfungsausschusses

I.Umsetzung der Berichtsanforderungen im Erstanwendungsjahr

1. Gesetzliche Vorgaben zur nichtfinanziellen Erklärung

Durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) rücken nichtfinanzielle Themen stärker in den Fokus der Unternehmensberichterstattung. Das CSR-RUG verpflichtet in Deutschland große kapitalmarktorientierte Unternehmen, Banken und Versicherungen, ihren Lagebericht sowie Konzernlagebericht um eine nichtfinanzielle Erklärung (NFE) zu erweitern, sofern in der Gesellschaft bzw. im Konzern im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt sind. In der NFE sind Informationen in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung offenzulegen. Zu den genannten Aspekten sind diejenigen Angaben zu machen, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage der Gesellschaft sowie der Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die genannten Aspekte erforderlich sind.

Zudem verpflichtet

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