Der Aufsichtsrat
Stand: Mai 2019

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AR vom 15.05.2019, Heft 05, Seite 66 - 68, AR1302303
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Reaktionen auf den DCGK-Entwurf

Regine Siepmann / Dr. Jan Dörrwächter / Michael H. Kramarsch

Regine Siepmann ist Partner, Dr. Jan Dörrwächter Senior Partner und Michael H. Kramarsch Managing Partner der Unternehmensberatung hkp/// group.

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat am 06.11.2018 den Entwurf eines geänderten Kodex für börsennotierte deutsche Gesellschaften veröffentlicht. Gleichzeitig startete sie ein Konsultationsverfahren, das der interessierten Öffentlichkeit bis zum 31.01.2019 die Gelegenheit bot, sich zu den vorgeschlagenen Änderungen zu äußern. Von dieser Möglichkeit wurde in großem Umfang Gebrauch gemacht. Dieser Beitrag fasst die bedeutendsten Reaktionen von Kapitalmarktvertretern auf den DCGK-E zum Thema Vorstandsvergütung zusammen und erläutert das Dilemma der börsennotierten Unternehmen in Deutschland mit Blick auf die Veröffentlichung der Vorstandsvergütung auch im Kontext von ARUG II.

Artikel-Inhalt

  • I. Der Entwurf des neuen DCGK
  • II. Die Stellungnahmen der Kapitalmarktakteure
  • III. Inhaltliche Vorgaben zur Vorstandsvergütung
  • IV. Fehlende Langfrist-Perspektive
  • V. Transparenz der Vorstandsvergütung
  • VI. Deutlicher Transparenzrückschritt
  • VII. Zusammenfassung

I.Der Entwurf des neuen DCGK

Die Zahl von deutlich über 100 Stellungnahmen zum Entwurf des neuen Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK-E) bezeugt das große Interesse der beteiligten Kreise an der Weiterentwicklung der Corporate Governance in Deutschland. Sie ist zugleich auch ein Beleg für den Umfang und die Ernsthaftigkeit der Bedenken gegen einzelne Vorschläge der Kommission. Im Folgenden sollen die Stellungnahmen der Kapitalmarktakteure mit Blick auf das Thema Vorstandsvergütung näher betrachtet werden. Neben Konkretisierungen zur Unabhängigkeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat liegt der inhaltliche Schwerpunkt der Änderungsvorschläge zum DCGK vor allem auf der Vorstandsvergütung. Hierzu hat die Kommission zahlreiche neue Empfehlungen vorgelegt. Die größte Zäsur stellt wohl die Empfehlung dar, die langfristige variable Vergütung des Vorstands allein in Aktien auszuzahlen, die mindestens vier Jahre gehalten werden müssen.

II.Die Stellungnahmen der Kapitalmarktakteure

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